Während ich meinen neuen Wochenrückblick von Week #11 schreibe, sitzen wir im Zug Richtung Inle Lake. Unsere Fahrt hat heute morgen um 6 Uhr begonnen und wir werden nicht vor 17 Uhr am Inle Lake ankommen. Letzte Nacht habe ich kaum geschlafen, dementsprechend müde sitze ich in meinem nur wenig gepolsterten Sitz in der Upper Class des Zuges. Unsere gestrige Unterkunft im kleinen Ort Thazi lag direkt an einer befahrenen Hauptstraße. Die gesamte Nacht bretterten LKWs direkt vor unserem Fenster vorbei und haben mir jeglichen Nerv geraubt. Unsere Oropax haben wir schon vor Wochen in irgendeiner Unterkunft vergessen und so blieb mir nichts anderes übrig als den Geräuschen der Straße zu lauschen. Neben den LKWs (die übrigens Hupen wenn sie an eine Kreuzung kommen) waren da noch bellende Hunde und fremdliche, nächtliche Gesänge.

Trotz wenig Schlaf und meinem harten Sitz liebe ich diesen Moment im Zug durch Myanmar. Ich würde sagen es ist eine der tollsten Erfahrungen, die wir in diesem Land machen durften. Eigentlich war die gesamte Woche voller toller Erfahrungen…

 

Bagan – Pagodenhopping, Sonnenaufgänge und leckeres Essen

Zu Beginn der Woche waren wir, wie ihr in meinem letzten verspäteten Wochenrückblick bereits lesen konntet, im magischen Bagan. Bagan ist verständlicherweise das Hauptziel aller Touristen in Myanmar. Trotzdem fanden wir, dass es extrem ruhig war und nicht so überlaufen wie erwartet. Vielleicht liegt es daran, dass wir nicht mehr in der Hauptsaison unterwegs sind und die Hitze inzwischen die ersten Touristen in die Knie zwingt.

Da ich euch die Bilder und Eindrücke aus Bagan nicht zu lange vorenthalten möchte, gibt es bereits einen extra Post mit unseren Reiseerfahrungen.

Mandalay – Müll, Rollerfahren und Street Food

Nach 3 Nächten in der Pagodenlandschaft haben wir am Mittwoch den Bus nach Mandalay genommen. Vorab muss ich aber direkt sagen: Mandalay ist absolut überbewertet. Wir waren eher enttäuscht von der Stadt und haben uns gefreut, dass wir nur 2 Nächte bleiben. In Myanmar liegt überall Müll! Als Deutscher kann man sich nur schwer vorstellen wieviel Müll hier an den Straßen liegt. In den Großstädten ist das Problem natürlich nochmal extremer und daher ist Mandalay nicht wirklich schön anzusehen. Die Bevölkerung scheint dieses Problem nicht wirklich zu stören, denn aus den Zügen, aus Bussen oder einfach so wird alles auf die Straße geworfen. Einen Mülleimer zu finden ist manchmal tatsächlich nicht einfach für uns. 

Genug vom Müll, wir haben natürlich trotzdem das Beste aus unserer Zeit gemacht und direkt am ersten Abend dank TripAdvisor ein leckeres „Restaurant“ gefunden mit leckerem und günstigem einheimischen Essen. Dort kamen wir mit einem Burmesen ins Gespräch, der tatsächlich einige Jahre in Deutschland gelebt hat und sein Deutsch aufbessern wollte. Wir haben einiges über das Leben in Mandalay gelernt und uns wurde, die ein oder andere interessante Frage beantwortet. Am nächsten Tag hat sich Micha dann dem verrückten Verkehr der Großstadt gestellt und wir haben uns einen Roller ausgeliehen. Während unserer Fahrt wurden wir von allen so erstaunt angeschaut, da scheinbar nicht viele Touristen mit dem Roller unterwegs sind.

Unser Reisebericht Week #11 aus Maynmar. Von Bagan nach Mandalay und mit dem Zug zum Inle Lake | Mira Mirror Reisebericht aus Myanmar

U-Beim Bridge Mandalay

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Zugfahrt zum Inle Lake

Bereits gestern morgen haben wir unsere Zugfahrt Richtung Inle Lake gestartet. Für ca. 2,70€ (4.000 Kyats) sind wir zu zweit 3 Stunden mit dem Zug nach Thazi gefahren. Dort haben wir eine Nacht übernachtet, da unser Zug zum Inle Lake am nächsten morgen um 7 Uhr abgefahren ist. Zugtickets kann man in Myanmar immer nur an der Station kaufen, von der man abfährt, da alles handschriftlich gemacht wird und es kein übergreifendes Computersystem gibt.

Neben Bagan ist diese Zugfahrt eines meiner Highlight unserer Reise durch Myanmar. Der Zug ist extrem alt und fährt extrem langsam. Aber wir sehen unglaublich viel! Eigentlich gibt es feste Sitzplätze, aber inzwischen sitzen die Burmesen, die zugestiegen sind auf dem Boden, essen und unterhalten sich freudig. An den Bahnhöfen kann man direkt aus dem Zugfenster Essen vom Bahnsteig kaufen, so muss man während der Fahrt nicht Hungern. Bei diesen Stopps herrscht immer ein reges Treiben und ich hatte schon leicht Angst, dass Micha nicht wieder rechtzeitig in den Zug kommt, nachdem er uns Reis am Bahnsteig gekauft hat. Da wir aber mit offenen Türen fahren, kann man jederzeit schnell wieder aufspringen.

Unser Reisebericht Week #11 aus Maynmar. Von Bagan nach Mandalay und mit dem Zug zum Inle Lake | Mira Mirror Reisebericht aus Myanmar

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Frauen verlaufen Blumen am Bahnsteig

 

Next Stops

Die nächsten Tage werden wir am Inle Lake verbringen, genauer gesagt im Ort Nyaung Shwe. Das ist bereits unser letzter Stop in Myanmar, bevor es wieder nach Thailand geht. Das ist allerdings nicht ganz einfach und es gibt nur 4 Möglichkeiten auf dem Landweg nach Thailand zu gelangen. Deswegen werden wir morgen einen Plan schmieden, wie wir am besten nach Chiang Mai und Pai in Thailand kommen.

 

Week #11 Fazit

Mein Fazit der Woche ist einfach: SMILE AND THE WORLD SMILES WITH YOU! 

Meine schönsten Momente in Myanmar waren eigentlich die Momente, in denen ich Einheimische angelächelt habe und ihr Gesichtsausdruck hat sich von einem auf den anderen Moment in ein breites Lächeln verwandelt. Ob auf dem Roller, auf der Straße oder im Zug. Ein freundliches Lächeln ist doch irgendwie das Schönste!

Xx Eure Mira 

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Upper Class Zugabteil

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Schattenseite von Myanmar