Es ist Dienstag morgen, ich sitze auf unserem kleinen Balkon in Bagan und schreibe endlich meinen Wochenrückblick. Ich bin viel zu spät dran, denn eigentlich wollte ich unsere Erlebnisse der letzten Woche schon viel früher mit euch teilen. Aber irgendwie hat mich die burmesische Gelassenheit davon abgehalten. Seit wir in Myanmar sind laufen die Uhren irgendwie anders. Könnte vielleicht daran liegen, dass wir tatsächlich eine Zeitverschiebung von 5.5h zu Deutschland haben. Wir leben also in dieser halben Stunde, die irgendwie alles langsamer erscheinen lässt.

Wir sind heute um 5 Uhr aufgestanden und haben uns den Sonnenaufgang über Bagan angeguckt. Wir haben die Bilder live gesehen, die wahrscheinlich jeder von euch im Kopf hat, wenn er an Myanmar denkt. Den Sonnenaufgang über tausenden von großen und kleinen Pagoden, begleitet von aufsteigenden Heißluftballons. Der Moment war wirklich unbeschreiblich und ich bin heute mehr als dankbar, dass wir diese Reise und diese Momente erleben können.

Wie ihr seht, ich bin von Myanmar gefangen und sauge wirklich jeden Moment in mich auf (außer wenn ich schlechtes Essen bekomme!). Trotzdem gibt es jetzt den kompletten Wochenrückblick, von Myanmar werde ich euch noch oft genug vorschwärmen.

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Reiseroute Week #10

Montag: Busfahrt von Kampot nach Phnom Penh (Hauptstadt von Kambodscha)

Dienstag: S21 Museumsbesuch in Phnom Penh

Mittwoch: Phnom Penh

Donnerstag: Flug nach Bangkok // Weiterflug nach Yangon, Myanmar

Freitag: Sightseeing in Yangon

Samstag: Sightseeing in Yangon // Nachtbus nach Bagan

Sonntag: Bagan



Phnom Penh und die kambodschanische Geschichte

Zu Beginn der letzten Woche waren wir tatsächlich noch in Kambodscha. Es kommt mir schon Wochen entfernt vor, das Micha und ich in dem kleinen Örtchen Kampot im Süden Kambodschas waren. In Kampot hatten wir das leckerste (wenn auch nicht kambodschanische) Essen unserer Reise. Es gibt viele kleine lokale, die ausgefallenes, westliches Essen anbieten.

Montag morgen mussten wir uns jedoch von dem köstlichen Essen Kampots und der Ruhe der Stadt verabschieden. Es ging mit einem Bus nach Phnom Penh, der Hauptstadt. In Phnom Penh wurden wir von der Hitze der Stadt und dem vielen Verkehr erschlagen. Es erinnerte uns ein wenig an die Straßen von Saigon, jedoch waren statt tausenden Rollern, viele Autos und Tuk Tuks unterwegs. Da Micha und ich inzwischen Übung im Überqueren von chaotisch befahrenen Straßen haben, war auch der Großstadtverkehr kein Problem mehr für uns. Wir sind daher auch ziemlich viel gelaufen und haben nur für weite Strecken ein Tuk Tuk genommen.

In Phnom Penh haben wir uns zum Abschied unserer Reise durch Kambodscha nochmals mit der kambodschanischen Geschichte beschäftigt. Wir haben das Tuol-Sleng-Genozid-Museum, das ehemalige Gefängnis S21, besichtigt und viel über die Schreckensherrschaft der Roten Khmer in Kambodscha erfahren. Die Bilder des Foltergefängnis und die Schicksale der Gefangenen waren erschreckend und bedrückend. Nach dem Besuch haben wir uns entschieden nicht zu dem Denkmal an die Killing Fields außerhalb von Phnom Penh zu fahren.

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Blick auf den Mekong in Phnom Penh

 

Auf den Spuren von Tom Hanks – 1 Tag im Terminal

Nach drei Tagen in Phnom Penh haben wir uns von Kambodscha verabschiedet. Eher mit einem lachenden als mit einem weinenden Auge, da unsere Reise uns endlich nach Myanmar führte. Da wir keine Lust auf eine ewige Busfahrt nach Bangkok hattet, sind wir von Phnom Penh geflogen. Die Air Asia Flugzeuge sind unglaublich eng und man ist so in die Sitze gequetscht, dass eine Busfahrt vielleicht sogar entspannter wäre.

Von Bangkok ging es für uns weiter nach Yangon in Myanmar. Aus irgendeinem unerklärlichen Grund hatten wir jedoch beide nicht mehr im Kopf, dass wir fast 10 Stunden Aufenthalt am Flughafen Bangkok hatten. Da wir zu k.o. waren um nochmal in die Stadt zu fahren, haben wir uns also einen entspannten Tag am Flughafen mit viel Fast Food gemacht.

 

Endlich in Myanmar

Donnerstag gegen 9 Uhr abends sind wir dann endlich in Myanmar gelandet!! Die Visa Kontrolle lief problemlos und ehe wir uns versehen konnten, hatten wir schon den nächsten Stempel in unserem Pass.

Yangon hat mich vom ersten Moment an begeistert. Vielleicht war es auch die Freude endlich in Myanmar zu sein, aber irgendwie hatte die Stadt etwas besonderes. Wir sind natürlich wieder viel gelaufen, haben die kleinen Gässchen angeschaut und viele neugierige Blicke auf uns gezogen. Die Burmesen sind so freundliche Menschen, freuen sich Touristen zu sehen und einem zu helfen. Wahrscheinlich schlägt diese Herzlichkeit auch auf die Stadt über. Am Schönstes ist, wenn dir kleine Kinder freudig „Hello“ sagen und sich unglaublich Loch freuen, wenn man ihnen zurückwinkt.

Neben dem klassischen Touristenprogramm haben wir auch den Zug durch die Stadt genommen. Der Zug wird hauptsächlich von Einheimischen genutzt, fährt extrem langsam und man bekommt einen Eindruck vom  Leben außerhalb der Stadt. Myanmar ist ein armes Land und die Lebensbedingungen der meisten Burmesen sind bestimmt nicht optimal, trotzdem wirken die Menschen zufrieden und herzlich. Deswegen möchte ich auch nicht über die Armut des Landes schreiben. Als Außenstehender bekommt man meist eh nur einen einseitigen Einblick.

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Straßen von Yangon

 

Samstag Nacht haben wir den Nachtbus von Yangon nach Bangan genommen. Abfahrt 9 Uhr Abends – Ankunft 5 Uhr morgens. Leider war der Nachtbus nicht so komfortabel wie wir es aus Kambodscha kannten. Auch die Fahrt war eher abenteuerlich und ich bin nachts mehrfach wach geworden, weil ich auf den holprigen Straßen in meinem Sitz rumgeflogen bin.

Da wir frühmorgens in Bagan angekommen sind, sind wir mit einigen Backpackern aus dem Bus direkt zum Sonnenaufgang gefahren. Es war wieder einer dieser magischen Momente und plötzlich, nicht weit von unserem Aussichtspunkt, stiegen die Ballons in die Höhe. Einfach atemberaubend! Da wir hundemüde waren, haben wir unseren ersten Tag in Bagan komplett verschlafen. Es hat jedoch geregnet und so haben wir wirklich gar nichts verpasst.

Mehr über Bagan erfahrt ihr bald in einem separaten Post.

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Pagoden in Bagan

 

Next Stops

Morgen früh geht es für uns weiter nach Mandalay. Dort werden wir 2-3 Tage bleiben bevor es dann zum Inle Lake geht. Wir hatten überlegt eine 3-tägige Wandertour zu machen, doch die Hitze hält uns davon ab. So werden wir einige Tage am Inle Lake entspannen, bevor es dann wieder nach Thailand geht. Im Januar haben wir den Norden komplett ausgelassen, deswegen zieht es uns jetzt für einige Tage nach Pai und Chiang Mai. Und dann geht es auch fast schon nach Bali!!

 

Week #10 Fazit

Genau heute ist unsere Halbzeit! Das heißt uns bleiben nur noch 10 Wochen auf unserer Reise. Jetzt klingt es noch lange, aber wir haben in letzter Zeit bereits gemerkt, dass die Zeit rennt. Wie ihr aus meiner kleinen Einleitung lesen könnt, freue ich mich in Myanmar zu sein und genieße wirklich jeden Augenblick. Das Land hat irgendwas Faszinierendes. Aber so sehr ich das Land auch mag, ich freue mich inzwischen zurück nach Thailand zu kommen. Wir werden ca. 10 Tage in Pai und Chiang Mai verbringen und einfach nur entspannen. Ich freue mich auf das thailändische Essen und thailändische Preise, denn Unterkünfte in Myanmar sind deutlich teurer und sprengen momentan unser Budget – leicht.

Nachdem ich mich die letzten Tage nicht aufraffen konnte den Wochenrückblick zu schreiben, ist es jetzt doch mehr geworden als geplant. Ich hoffe euch ist beim Lesen nicht langweilig geworden. Ich schicke euch ein bisschen Sonne! Xx Eure Mira

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Circle Train in Yangon

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Shwedagon Pagode in Yangon

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Wohnungen in Yangon

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Zug in Yangon