Wir sind wieder zurück. Zurück in Deutschland und auch ein Stück weit zurück zuhause. Die letzten 5 Monaten waren spannend und ereignisreich, aber auch anstrengend. Nach einer Woche zurück in Deutschland ist es Zeit für ein ausführliches Fazit.

Das Wichtigste schon mal vorbei ab: ich habe niemals bereut dieses Abenteuer gemacht zu haben!

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Das ist besonders gut gelaufen

Alles zu schreiben wäre übertrieben, aber es ist tatsächlich ziemlich viel gut gelaufen. Deswegen zähle ich nur die großen Punkte auf.

  • Reisen als Paar 24/7: Die letzten fünf Monate haben uns als Paar nochmals richtig zusammengeschweißt und unsere Beziehung gestärkt. Ich dachte, dass wir uns viel streiten, wenn wir 24/7 aufeinander sitzen, aber bis auf paar Lappalien lief alles glatt. So lange gemeinsam zu reisen und auf engstem Raum zu leben ist die perfekte Beziehungsprobe und ich glaube nach so einem Trip kann man alles schaffen.
  • 55l Backpack: Ich habe genau richtig gepackt und bin sehr gut mit meinem 55l Deuter Rucksack ausgekommen. Klar gab es Momente in denen ich meine Klamotten nicht mehr sehen konnte, aber gefehlt hat eigentlich nichts.
  • Visa beantragen: Wir waren insgesamt in 8 Ländern und hatten nie Probleme mit den Visa oder der Einreise. Alle Visa, die wir vorab beantragen mussten, haben wir online beantragt (Myanmar, Vietnam). Das war nicht nur komfortabler, sondern hat auch problemlos geklappt.
  • Roller mieten: In allen Ländern, außer China und Malaysia, sind wir Roller gefahren um die Umgebung zu erkunden. Roller fahren ist meist die beste Möglichkeit um von A nach B zu kommen. Ich selbst bin selten gefahren, aber Micha hat uns immer sicher durch den teilweise verrückten Verkehr geleitet.

 

Das ist blöd gelaufen

Wenn man fünf Monate unterwegs ist, ist natürlich nicht immer alles perfekt und es läuft auch ab und an mal nicht so wie du es dir vorstellst.

Am schwierigsten war für mich tatsächlich der Anfang unserer Reise. Ich war total überfordert mit dem chaotischen Bangkok, dazu kam ein mieser Jetlag. Danach ging es weiter mit Überflutungen und Regen auf Koh Tao, sodass wir die Zeit auf der eigentlich sehr schönen Insel nicht wirklich genießen konnten.

Ansonsten hatten wir nicht wirklich schwere Momente. Zum Glück wurde uns nichts geklaut, wir hatten keine Rollerunfall und mussten glücklicherweise auch nie ins Krankenhaus.

 

Das würde ich beim nächsten Mal anders machen

Ich habe gemerkt, dass ich mich sehr schwer tue Tipps für die einzelnen Länder zu geben. Einfach deswegen, weil jeder anders ist und auf eine andere Art und Weise reist. Im Nachhinein würden wir fast alles wieder genauso machen wie es war.

Hier meine Tipps, was bei uns nicht ganz optimal war.

  • Reisen zum Test-Fest in Vietnam vermeiden: Ich habe es im Vorhinein oft gelesen, aber nicht wirklich ernst genommen. Wenn man durch Vietnam reist, sollte man darauf achten, dass man nicht zum vietnamesischen Neujahr (Tet-Fest) unterwegs ist. Zu der Zeit ist nicht nur alles überteuert, sondern viele Läden und Restaurants haben auch einfach geschlossen. Wir haben z.b. die Tour zum Mekong Delta erst gar nicht gemacht, da wir bereits vorgewarnt wurden, dass niemand dort ist und die Floating Markets leer sind.
  • Kurzer Start in Bangkok: Wenn Du noch nie vorher in Bangkok warst, plane nur ganz kurze Zeit zu Beginn deiner Reise ein. Die meisten Reisenden sind erst einmal überfordert von der Stadt, dem Chaos und der Hitze. Fliege besser direkt weiter nach Chiang Mai oder genieße ein paar Tage auf den Inseln im Süden. Nach Bangkok kommt man während einer 5-monatigen Reise noch oft genug! Und beim zweiten oder dritten Besuch kann man die Stadt viel besser genießen.
  • Langsam reisen: Wir waren am Anfang sehr schnell unterwegs! Irgendwie ist man euphorisch und möchte viel sehen und erleben. Nach 2 Monaten kam aber dann der Dämpfer und wir waren ein wenig ausgelaugt. Ich würde dir empfehlen nicht zu viel sehen zu wollen und auch mehrere Nächte an einem Ort zu verbringen. Das steigert die Vorfreude auf die Weiterreise und du hast ein bisschen Zeit die Eindrücke zu verarbeiten.
  • Reiseroute besser planen und ökologischen Fußabdruck klein halten: In 5 Monaten sind wir 17 mal geflogen. Das ist im Nachhinein definitiv zu viel! Manche Strecken unserer Reise hatten wir besser planen und diese mit dem Bus zurücklegen müssen. Da wir alles sehr spontan entschieden haben, hatten wir teilweise lange Strecken, die wir nur mit dem Flugzeug meistern konnten. Durch eine Fernreise wird die Umwelt sowieso schon stark belastet, aber die Inlandsflüge hätten wir definitiv minimieren müssen.

 

Einfach mal machen

Die letzten 5 Monate waren das größte Abenteuer unseres Lebens und ich habe keine Sekunde von dem Trip bereut. Manchmal ist es das Beste was du tun kannst, einfach alles aufzugeben und die Welt zu entdecken. Ich kann nur jedem, in dem das Fernweh schlummert, zu so einem Schritt raten. Man sollte sich nicht davon abschrecken lassen, dass man in einem festen Arbeitsverhältnis steckt, dass man nicht genug gespart hat oder einfach Angst hat. Wenn du den Wunsch hast, dann ist es zu schaffen! Wir Deutschen Leben leider viel zu sehr in einer Gesellschaft, in der wir Leben um zu arbeiten. Die meisten von uns haben in ihrer 40 Stunden Woche kaum Zeit und Energie für Hobbies, dabei sollte es doch eigentlich genau anders sein oder?

Wir haben den Schritt gewagt und so unglaublich viel erlebt und dazu gelernt. Wir haben uns selbst neu entdeckt und sind auch über unsere Grenzen hinausgewachsen. Für das erste ist unser Fernweh gestillt und wir sind bereit für ein neues Leben in Deutschland. Und egal was passiert, die letzten Monate kann uns keiner mehr nehmen. Xx Eure Mira

Mira Mirror Wanderlust Mein Fazit nach 5 Monaten Reisen

„Einfach mal machen…“

Mein Guide für 1 Tage in Angkor Wat, Kambodscha. Alles zur Fortbewegung, Tempeln und nützlichen Tipps | Mira Mirror Reiseblog für Fernwehgeplagte

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Alle Beiträge zu unserer 5-monatigen Reise durch Südostasien findest du unter WANDERLUST.