Yangon ist laut.

Yangon ist schmutzig.

Yangon ist riesig.

Yangon ist toll!

Yangon Reisebericht und Reisetipps auf Mira Mirror | Reiseblog Myanmar

Bevor wir in die nächste Stadt bzw. das nächste Land reisen, informieren wir uns meistens in Reiseberichten, auf Blogs oder unserem Offline 36h Reiseführer. Auch über Yangon habe ich einiges gelesen, aber die meisten Berichte waren nicht euphorisch und wenig begeistert von der Stadt. Deswegen habe ich mich auf eine große, laute, schmutzige Stadt vorbereitet, die ich so schnell wie möglich wieder verlassen möchte. Doch es kam ganz anders.

Ich liebe die Momente, in denen dich eine Stadt oder ein Land vom ersten Augenblick gefangen nimmt. In Yangon sind wir im Dunkeln angekommen, sodass wir wenig von der Stadt sehen konnten. Es war unser erster Stopp in Myanmar und ich war voller Vorfreude.  Trotz der Dunkelheit herrschte eine angenehme Atmosphäre: die Straßen waren voll, unser Taxifahrer fuhr verrückt wie überall in Asien und an den Straßen saßen die Burmesen und genossen ihr Abendessen.

Unsere Unterkunft war ein kleines Hostel mitten in der Altstadt Yangons. Das 21 Hostel ist kein klassisches Hostel, sondern erinnerte eher an die Box-Unterkünfte in Japan (nur deutlich in die Jahre gekommen). Wir hatten eine kleine „Zelle“ mit einem Bett und einer Schiebetür. Es war kein Luxus, aber für uns war es perfekt! Wir konnten jedes Wort unserer Zimmer-Nachbarn hören und so lauschten wir amüsiert dem Gespräch eines jungen Deutschen, der seiner Mutter lauthals erzählte, wie fürchterlich seine Unterkunft sei und wie schnell er wieder weg möchte.

Wir haben am nächsten Morgen verlängert und blieben somit 2 Nächte in Yangon. Im Nachhinein hätten wir auch eine weitere Nacht bleiben können, zu sehen gibt es in Yangon genug. Damit ihr euch ebenfalls in Yangon verlieben könnt, gibt es hier meine Reisetipps.

 

Yangon Reisetipps

Schlendere durch die Altstadt von Yangon

Als wir an unserem ersten Morgen in Yangon auf die Straße gingen, war es um mich geschehen. Deswegen empfehle ich dir, schlendere durch die kleinen Gassen und lass dich treiben. Yangon ist eine unglaublich authentische Stadt und es waren glücklicherweise nur wenige Touristen unterwegs. Wir gingen durch die kleinen Gassen, beobachteten das bunte Treiben und wurden freundlich von den Einheimischen begrüßt oder bestaunt. In den Straßen kannst du alles kaufen, von Essen und Getränken, über Kleidung bis hin zu Druckerpapier und Haushaltsgegenständen.

Deswegen mein Tipp: Verzichte ab und an auf ein Taxi und geh zu Fuß! So siehst du viel mehr vom alltäglichen Leben.

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Mein Wochenrückblick von Week #10 | Reisebericht aus Phnom Penh, Yangon und Bagan, Myanmar | Mira Mirror Reiseblog für Fernweh-Geplagte

Straßen von Yangon

 

Shwedagon Pagode

Die Shwedagon Pagode ist nicht nur das Touristenhighlight, sondern auch ein wichtiger Punkt für die Einheimische Bevölkerung. Wenn du in Yangon bist, solltest du dir die riesige, goldene Pagode nicht  entgehen lassen. Wir haben den Fehler gemacht und waren zu Mittagshitze an der Pagode. Neben der riesigen Hauptpagode gibt es viele kleine Pagoden und Buddhas, die man anschauen kann. Durch die Hitze waren wir leider zu erschöpft um alles zu besichtigen. Wir haben im Schatten entspannt und das Treiben beobachtet. Viele Einheimische kommen zur Pagode, bringen Mittagessen mit und machen eine Art Familienausflug.

Wenn du die Pagode besichtigst, denk dran deine Beine und Schultern zu bedecken. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Du kannst dir jedoch auch einen Longyi direkt vor Ort leihen.

Kosten: 8.000 Kyat (ca. 6,50€) pro Person

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Fähre mit dem Circle Train

Der Circle Train war eines meiner Highlights. Für die Zugfahrt solltest du jedoch Zeit mitbringen, denn der Zug fährt extrem langsam durch die komplette Stadt und auch ins Umland von Yangon. Die Strecke verläuft im Kreis und die komplette Fahrt dauert ca. 3 Stunden. Wir sind nur einen kleinen Teil der Stecke gefahren, fanden die Erfahrung jedoch sehr gut. Der Zug wird hauptsächlich von Einheimischen genutzt und es herrscht ein reges Treiben. Ständig steigen Verkäufer ein, die von Obst bis hin zu Eis alles verkaufen.

Die Fahrt zeigt jedoch auch die unschönen und erschreckenden Seiten der Stadt, vor denen man gerne die Augen verschließt. Aus dem Fenster sieht man unter welchen Bedingungen die Einheimischen leben. Ich will keine Werbung für „Katastrophen-Tourismus“ machen und dich animieren, die Armut in Myanmar anzuschauen. Für mich war die Zugfahrt jedoch eine bewusste Erfahrung und hat mir die Augen für die Umstände des Landes abseits der Touristen-Spots geöffnet.

Solltest du keine Zeit für die komplette Fahrt haben, kannst du ebenfalls nur 2 Stationen fahren. An unserem ersten Tag haben wir den Zug genommen um von A nach B zu kommen und kurz unsere Füße zu schonen.

Kosten: 200 Kyat (ca. 0,15€) pro Person

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Circle Train in Yangon

 

Feel Myanmar Food

Meine Restaurant Empfehlung für Yangon ist das Feel Myanmar Food Restaurant. Wir haben den Tipp im Lonely Planet gesehen und wollten die burmesische Küche natürlich ausprobieren. Das Restaurant hat außen kleine Plastikhocker, auf denen wir zuerst Platz genommen haben. Glücklicherweise haben wir von einer netten Touristin den Tipp bekommen, ins Innere des Restaurants zu gehen.

Dort herrschte ein reges Treiben, denn es ist sowohl von Touristen als auch Einheimischen besucht. Man bestellt nicht von der Karte, sondern direkt an der „Theke“. Dort ist das Essen in riesigen Schüsseln zubereitet und man zeigt einfach auf das, was man haben möchte. Dazu gibt es eine Menge Reis, eine Suppe, Gemüse mit einem sehr scharfen Dip und Tee. Wie wir auf unserer weiteren Reise erfahren haben, ist genau das die typisch burmesische Küche.

Kosten: 

  • Fleischgericht: ca. 4.000 Kyat (ca. 2,70€)
  • Vegetarisches Gericht: 2.000-3.000 (ab ca. 1,50€)
  • Mittagessen 2 Perosnen + Getränke (Mischung vegetarisch und Fleisch): 14.000 Kyat (ca. 9€)

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Bogyoke Aung San Market

Mein letzter Tipp ist der bekannteste Markt Yagons. Der Markt ist riesig und man kann sich leicht verlaufen. Angeboten wird vieles, hauptsächlich jedoch Stoffe. Der Markt ist sehr laut und man wird wie auf den meisten Märkten in Asien von den Verkäufern bedrängt. Aber es war wieder eine dieser Erfahrungen, die man einfach machen sollte. Interessant waren auch die jungen Mönche, die von Stand zu Stand gingen, etwas sangen und dafür eine kleine Spende bekommen haben.

Das waren meine Reisetipps für Yangon. Wir haben gewiss nicht alles gemacht, aber wir haben uns treiben lassen und einfach den Rummel der Stadt genossen. Abschließend muss ich sagen: Ja, Yangon ist schmutzig und es herrscht sehr viel Armut. Dem sollte man sich im Allgemeinen bewusst sein, wenn man in ein Land wie Myanmar reist. Für mich war Yangon der perfekte Einstieg in unsere Reise.

Warst du bereits in Yangon und würdest in den Bann der Stadt gezogen? Oder hat dir Yangon gar nicht gefallen? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar.

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