Nach ewigem Hin und Her haben mein Freund und ich uns dazu entschieden, mit dem Zug durch Spanien zu reisen (Interrail). Ich war bereits ziemlich oft in Barcelona gearbeitet und habe mich total in die Stadt und auch das Land verliebt. Deswegen wollte ich unbedingt mehr von Spanien sehen!Interrail-1

Interrail Pass

Da wir nur begrenzt Zeit hatten, haben wir den Interrail Global Pass – für 5 Tage innerhalb von 15 Tagen gekauft. Das bedeutet, dass wir an 5 Tagen mit dem Zug fahren durften und insgesamt 15 Tage Zeit hatten, die 5 Fahrten zu machen. Den Pass haben wir am Frankfurter Hbf direkt bei dem Deutsche Bahn Servicecenter gekauft. Dort konnten auch direkt unsere Fragen beantwortet werden und wir konnten die erste Reservierung für einen Zug machen.

Reiseroute

– LISSABON –

– MADRID –

– MALAGA –

– VALENCIA –

– MONTPELLIER –

– FRANKFURT –

Wir sind von Köln/Bonn nach Lissabon geflogen. In Lissabon haben wir einige Tage Sightseeing gemacht, bis es dann mit den Nachtzug weiter nach Madrid ging. Durch die Nachtfahrt haben wir einen Reisetag „gespart“, denn bei Interrail greift die 7pm Regel:

"Ist Ihre erste Reise des Tages ein direkter Nachtzug mit Abfahrt nach 7 p.m. (19:00 Uhr) und Ankunft am Zielort nach 4 a.m. (04:00 Uhr)? Wenn ja, dann sparen Sie sich einen Reisetag, da Sie lediglich das Ankunftsdatum in den Reisekalender eintragen müssen. Dies ist die sogenannte „7-pm-Regel."

Von Madrid ging es weiter nach Malaga. Eigentlich wollten wir noch einen Zwischenstopp in Sevilla machen, aber das spanische Bahnnetz ist leider nicht so gut ausgebaut wie das deutsche. Die Züge fahren nämlich nicht wie gedacht von Madrid über Sevilla nach Malaga. Sondern von Madrid nach Sevilla, wenn man nach Malaga möchte muss man wieder zurück nach Madrid und von dort einen Zug nach Malaga nehmen. Da man in Spanien für jeden Zug eine extra (kostenpflichtige!) Reservierung braucht, haben wir uns dazu entschieden keine doppelten Strecken zu fahren.

Von Malaga ging es dann wieder zurück nach Madrid, um dort direkt in den Zug nach Valencia zu steigen. Ihr seht was ich meine? 😉 In Spanien muss man viele Strecken doppelt fahren.

Von Valencia ging es dann weiter nach Montpellier. Wir hatten einen kurzen Zwischenstopp in Barcelona, da ich aber viel in Barcelona gearbeitet hab und mein Freund mich dort auch schon besucht hatte, haben wir keinen ausgiebigen Stopp gemacht.

Nach ein paar Tagen in Montpellier haben wir dann unsere Heimreise nach Frankfurt angetreten. Die Strecke von Montpellier war definitiv die schlimmste Strecke, da wir das Glück hatten ein sehr aufmerksamkeitsbedürftiges Kind in unserem Waggon zu haben. Umso mehr haben wir uns gefreut, danach wieder in einen deutschen ICE zu steigen.

Vorteile von Interrail

  • keiner muss Autofahren und man sieht mehr von der Landschaft
  • man muss nicht in den Städten Autofahren bzw. Parkplätze suchen
  • man kann entspannt Schlafen und hat meistens auch genug Platz
  • günstiger als ein Auto zu mieten

Nachteile von Interrail

  • Zusatzkosten durch Reservierungen für jeden Zug (die in Spanien Pflicht sind)
  • lange Wartezeiten am Bahnhof, da in Spanien ein Zug geboarded wird. Man steht lange in der Schlange, muss seinen Pass vorzeigen (+Reservierung) und in Madrid wurde sogar das Gepäck gescannt
  • Entfernung der Hotels zum Bahnhof
  • wenig Flexibilität (man kann keine Zwischenstopps einlegen)

Interrail

Interrail 2